Stadtrat legt sich bei der Carolabrücke fest
Nach Bürgerbefragung, Expertenausschuss, Begleitgremium und Monaten voller Rücksprachen mit Vertretern der Wirtschaft und Stadtgesellschaft hat der Stadtrat am 3. September schlussendlich die Entscheidung getroffen, wie die wiederaufgebaute Carolabrücke aussehen soll. Aus den Entwürfen der vier beauftragten Büros hat sich der von FHECOR/TSSB durchgesetzt. Dieser Entwurf, der durch die Betonung der Bögen auffällt, war in der Bürgerbefragung als Favorit der Dresdnerinnen und Dresdner hervorgegangen. Im Experten- und Begleitgremium hat er jedoch jeweils knapp den zweiten Platz hinter dem Entwurf von LAP/Knight Architects belegt und war deshalb zunächst nicht als Abstimmungsgrundlage vorgesehen. In einem gemeinsamen Änderungsantrag mit der CDU hatten FDP und Freie Bürger den Publikumsliebling zur Debatte gestellt. Dieser Antrag fand eine Mehrheit, sodass der FHECOR/TSSB-Entwurf nun die Grundlage der weiteren Planung ist.
FDP/FB-Fraktionsvorsitzender Patrick Probst legt dar, wie die Fraktion zu ihrem Entschluss gekommen ist: „Das war keine leichte Entscheidung. Beide Entwürfe waren gut durchdacht und haben mir persönlich gut gefallen. Wir sind nochmal ganz kleinteilig, die Punkte durchgegangen, die für die Auswahl entscheidend sind. Mit der Bogenstruktur und den Stadtbalkonen passt der Entwurf am Besten in das Umfeld der Altstadt und zwischen den anderen Brücken. Es ist auch die schmalste der Varianten. Das bedeutet weniger Baumaterial und damit geringere Kosten, während gleichzeitig die Vierspurigkeit, auf die der Stadtrat sich festgelegt hat, garantiert bleibt. Auch in Hinblick auf die Unterhaltskosten, ist es damit die beste Investition. Wenn man sich das alles anschaut, muss man sagen, dass die FHECOR-Version die beste Entscheidung für Dresden ist. Dass die Dresdnerinnen und Dresdner beim CarolaVOTE klargemacht haben, dass es auch ihr Lieblingsentwurf ist, bestätigt uns in unserem Änderungsantrag. Ich freue mich, dass der Stadtrat unserem Antrag zugestimmt hat. Jetzt hoffen wir auf ein zügiges Genehmigungsverfahren und freuen uns auf den Baubeginn.“
